Einfach mal Danke sagen? Der Micropayment-Dienst Flattr und die Integration in WordPress

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Der eine oder andere regelmäßige Besucher meines Blogs wird es vieleicht schon bemerkt haben (einige haben es auch schon genutzt) – seit einigen Tagen bin ich dabei, hier im Blog Flattr zu testen.

Flattr was?

Flattr lässt sich am besten als Social-Payment-Netzwerk beschreiben. Der Dienst der schwedischen Flattr AB (Erfinder des Dienstes ist Peter Sunde, Mitbegründer des berühmten Torrent-Trackes The-Pirate-Bay) ist noch relativ jung, findet aber derzeit immer mehr Anhänger und wird dem entsprechend langsam bekannter.

Die Funktionsweise ist recht schnell erklärt: Ich zahle monatlich einen frei wählbaren Betrag ab 2 Euro (per Paypal oder Check-Karte) auf mein Flattr-Konto ein und habe damit die Möglichkeit, Dienste, Blog-Artikel, Downloads usw. per Mouse-Klick zu belohnen. Jeweils nach einem Monat wird mein monatliches Budget unter den von mir „geflatterten“ Inhalten aufgeteilt. Durch einen Klick von mir auf den Flattr-Button unter einem Download, Blog-Post oder anderen Inhalten die mir gefallen oder mir vieleicht bei einer Problemlösung behilflich waren, entstehen mir also keinerlei Kosten. Es wird dadurch nur ein weiterer Teilnehmer zu dem Pool hinzugefügt, in dem mein monatlicher Betrag  ausgeschüttet wird. Angenommen ich zahle monatlich statt der besagten 2 Euro einfach mal 10 Euro auf meinen Account und klicke im Monat auf 10 Flattr-Buttons, erhält jeder davon wieviel? Genau – 1 Euro.

Flattr in WordPress einbinden?

Wie mittlerweile für fast jede Entwicklung im Bereich Blogs, Sozial Networks und Communities gibt es natürlich ein entsprechendes WordPress-Plugin: Flattr

Die Installation verlief wie gewohnt problemlos. Die Einstellungen erklären sich von selbst, Anpassungen am WordPress Template sollten im Normalfall nicht nötig sein.  Vorraussetzung zur Nutzung von Flattr in den eigenen Inhalten ist natürlich ein eigener Account und damit verbunden auch – wie oben beschrieben – eine monatliche Zahlung von mindestens 2 Euro.

Wer nutzt Flattr?

Genutzt wird Flattr momentan hauptsächlich von Blogs und Podcasts, aber auch von mehr und mehr kleine Anwendungen und Plugins (z.B. für WordPress). In den Top-Listen finden sich unter den vorderen Plätzen erstaunlich viele deutsche Teilnehmer. Unter anderem vertreten sind dort der Chaosradio Express (mit über 4500 Flattr-Klicks), fscklog oder auch das bekannte SELFHTML.

Was denkt Ihr?

Kann Flattr ein Weg sein, sich für Inhalte zu bedanken oder auch für die eigene Arbeit ein klein wenig entlohnt zu werden? Nutzt Ihr Flattr? Kann das System Zukunft haben? Springen die Leute über ihren eigenen Schatten und zahlen freiwillig für Inhalte, die sie genauso gut auch kostenfrei bekommen?

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5 Antworten auf Einfach mal Danke sagen? Der Micropayment-Dienst Flattr und die Integration in WordPress

  1. Einen kleinen Fehler hat das von Dir vorgestellte Plugin aber, auf den man hinweisen sollte.

    Es kann in Verbindung mit dem „Yet another related Posts Plugin“ (YARPP) zu Fehlern in der Erstellung der Excerpts kommen. Dies betrifft sowohl die „related Posts“, welche YARPP erstellt, als auch die Excerpts in der Kategorieübersicht.

    Diese werden stark verkürzt durch das Flattr-Plugin. Ob dies auch ohne YARPP der Fall ist, habe ich noch nicht getestet. Auch kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, welche WordPress-Versionen betroffen sind. Reduziert werden die Excerpts jedoch auf gerade mal 55 Zeichen.

  2. Michael sagt:

    ICh selber setze Flattr auch ein, einerseits um andere Blogger zu „belohnen“, aber auch, um evtl. Einnahmen zu erzielen. Wobei zweiteres bisher nicht passiert, bisher ein Klick.

  3. Kai Köpke sagt:

    Hallo Peter, gut zu wissen.
    Ich konnte bisher bei mir keine Probleme in Verbindung mit YARPP feststellen und auch die Excerpts passen.

    Wie hast du das Problem in deinem Blog gelöst?

  4. Wie hast du das Problem in deinem Blog gelöst?

    Ein anderen Plugin für Flattr – „FlattrButton standalone“ http://wordpress.org/extend/plugins/flattrbutton-standalone/

    Vielleicht bastel ich auch mal irgendwann nen Eeigenes was mich dann wirklich zufrieden stellt 🙂

  5. thomas sagt:

    Ich glaube schon, dass es noch Leute gibt, die die Qualität von Sachen schätzen und bereit sind, für gute Arbeit Geld zu bezahlen. Und deshalb glaube ich auch, dass Flattr Zukunft hat. Wer damit gerade noch kein Geld verdient, sollte sich also entweder über die Qualität seiner Blogs oder seine Zielgruppe Gedanken machen…

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