Unterstützt ihr bei euren Webdesign Projekten noch den IE6?

Seit einiger Zeit ist der Internet Explorer mittlerweile in der Version 8 im Umlauf und ältere Versionen verlieren stark an Land in den Statistiken. In mehr und mehr Diskussionen, Foren und Blogs kommt eine Frage auf: „Lohnt es sich noch, den IE6 zu unterstützen?“

Die Antwort auf diese Frage kann sowohl die technischen und gestalterischen Möglichkeiten eines Projektes, als auch den Zeit- und Arbeitsaufwand (und damit verbunden natürlich auch die Kosten für den Auftraggeber) sehr stark beeinflussen.

Wie seht ihr das? Unterstützt ihr noch den Browser, der so vielen Webdesignern schon mehr als eine Zornfalte und diverse schlaflose Nächte bereitet hat? Wenn ja, in welchem Umfang?

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11 Antworten auf Unterstützt ihr bei euren Webdesign Projekten noch den IE6?

  1. Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich ignoriere ihn wo ich kann, sofern es nicht explizit anders vom Kunden gewünscht wird.

    Das hat mehrere Gründe.
    Ein mal, wie schon oben angeführt, ist er einfach veraltet, Version 8 kommt per Updatefunktion von Windows. Des weiteren verhindert der IE6 dadurch den Einsatz moderner Webtechnologien und viele gestalterische Möglichkeiten gleich mit, oder diese sind nur mit einem ungerechtfertigten Aufwand möglich. Um hier nur mal die in meinen Augen Wichtigsten zu nennen.

    Der IE6 stammt noch aus einer Zeit, in der das Netz mehr statisch als dynamisch war. Gestalterisch geht man mittlerweile ganz neue Wege und moderne Webseiten brauchen einfach auch moderne Browser.

  2. Phil Vetyon sagt:

    Ich ignoriere den IE6 komplett. Ich unterstütze doch nicht die Hinterwelt der Zurückgebliebenen. Selbst bei Kundenauftrag bin ich stets bemüht für Aufklärung anstatt für Anpassung zu sorgen. Es gibt genug Gründe den IE6 komplett zu missachten, ich denke nicht das ich diese noch hier aufzählen muss, aber es gibt vieler solche Dinge die extremen Erklärungbedarf haben. Man nehmen z.B das target Attribut. Damit sieht es doch auch etwas marode aus. Jeder versteht den Unsinn dahinter aber keiner möchte darauf verzichten.

    Gruss aus Aachen

  3. Andre sagt:

    Man kann den IE6 ignorieren, aber man sollte sich im klaren sein das viele grosse Firmen noch den IE6 nutzen. Als Beispiel führe ich mal die Hamburg-Mannheimer an. Die immerhin mit 20.000 Ma ( Innen- und Aussendienst) rumsurft. So geht das vielen grossen Unternehmen. Das liegt vor allem daran, das Zugangsanwendungen fürs interne Netz programmiert wurden und die laufen nur auf dem IE6. Tja wenn Ihr also Leute ansprecht die vielleicht in grossen Finanzunternehmen oder auch Behörden etc. arbeiten, sollte Ihr den IE 6 nicht links liegen lassen.

  4. Hallo Andre,
    in einem Punkt muss ich Ihnen Recht geben, viele Firmen nutzen immer noch den IE6 für ihre Intranetanwendungen. Dies ist jedoch für uns als Designer und Programmierer von Internetseiten kein Grund einen völlig veralteten Browser noch weiter zu unterstützen, denn wie es Phil Vetyon schon etwas überdeutlich dargestellt hat, die Unterstützung der in der Hinterwelt zurückgebliebenen ist nicht unsere Aufgabe.

    Man kann Intranetanwendungen auch auf andere Browser adaptieren, so dass man den IE6 auch hierfür nicht mehr braucht. Dies wiederum ist Aufgabe der jeweiligen lokalen Admins. Sollten diese nicht wissen wie man es bewerkstelligt, eine Anwendung auf einen modernen Browser zu portieren, dürfen sie sich gerne bei einem aus „unserer“ Zunft Rat holen 🙂

  5. Aus oben genannten Gründen (alte Software bei Verwaltung, Firmen) arbeite auch ich weitgehend rückwärts kompatibel bis IE6, aber nicht in vollem Umfang, Boxmodel ja, aber Transparenz nein. Der Aufwand hält sich da in Grenzen. LG

  6. Joscha Krug sagt:

    Weil ich gerade darüber gestolpert bin und die Frage ja (leider) immer noch aktuell ist, auch von mir ein kurzes Statement:

    Ja, wir unterstützden den IE6 noch – meist auch mit Transparenz. Allerdings planen wir hierfür nur bei großen Projekten einen Teil des Budgets ein. Bei kleineren Projekten, bei denen die IE6-Anpassung die Kosten unnötig in die Höhe treiben würde, kann der Kunde selber entscheiden, ob er diesen Browser noch unterstützen möchte – und die damit verbundenen Kosten trägt.

  7. snottomo sagt:

    hallo,

    ich habe einen uralten computer mit dem ich webseiten erstelle, und durch das netz surfe. und da der computer so alt ist und noch viel aelter werden wird, als wie es so mancher neuer je schaffen koennte, nutze ich natuerlich den alten ie6. er ist der einzigste browser, der mir zuverlaessige dienste leistet. ich mag ihn trotz all seiner macken und so mancher nicht mehr zeitgemaessen unzugaenglichkeit. der inzwischen auch veraltete firefox2 ist da nur als eine unzureichende alternative anzusehen.
    inzwischen gehe ich dazu ueber, die besucher darauf hinzuweisen, dass die von mir erstellten webseiten compatibel fuer ie6 geschrieben sind.
    meiner ansicht nach werden die meisten neue anwendungen vorrangig dafuer genutzt, nur mehr werbung unter die leute zu bringen. fasst alles andere (im sinne einer informativen webgestaltung) laesst sich durchaus auch mit der alten technik realisieren.
    webseiten, die den zugang mit ie6 erschweren, ignoriere ich einfach. und wenn groessere dienstleister die ie6 nutzer ausschliessen, eroeffnen sie damit anderen webmastern moeglichkeiten, diese luecken zu schliessen. vieleicht sollten wir mit diesem wissen einfach bewusster umgehen.
    gut waere ein moderner browser, der klein ist und auch euf window 95 laeuft. solange es diese alternative nicht gibt, aber immer noch nutzer alter computer, ist der ie6 nicht wegzudenken.
    und der kampf gegen den ie6 von diesen webmastern als selbstherrlich und egoistisch zu beurteilen.
    daher gilt meine hochachtung all denen webmastern, die sich die muehe machen, ihre webseiten auch fuer den ie6 kompatibel zu gestalten.
    immer oeffter denke ich darueber nach, dass eine suchmaschine zu realisieren sein sollte, die auf ie6 compatible seiten hinweist. damit braeuchte der nutzer, dem nicht entsprechende seiten gar nicht erst aufrufen, spart zeit und schont seinen computer.

    mfg. snottomo

  8. Also, ich habe längere zeit mit mir gerungen, aber ich glaube, der Kollege vor mir ruft förmlich nach einer Antwort.

    Punkt 1:
    Der Support des IE6 ist mittlerweile sogar von Microsoft auf den eigenen Seiten eingestellt worden und einige der MS-Seiten sind mit dem IE6 schon gar nicht mehr erreichbar.

    Punkt 2:
    Der Suchmaschinengigant Google plant ebenfalls seine Services für veraltete Browser – darunter auch IE6, Safari 3, Firefox 2 und sogar der hauseigene Chrome 3 – unzugänglich zu machen.

    Punkt 3:
    Modernes Webdesign hat nichts mit Werbung zu tun. Natürlich gibt es immer wieder schwarze Schafe, die die modernen Möglichkeiten missbrauchen. Aber die gab es auch schon zu Zeiten der „alten Technik“.

    Punkt 4:
    Eine Informative Webgestaltung hat nichts mit dem verwendeten Browser zu tun. Es ist einfach ein unumstößlicher Fakt das der IE6 massiv veraltet ist.
    Das nun ein solches Relikt aus längst vergangenen Zeiten nicht mit modernen Webstandards mithalten kann, ist nicht verwunderlich.

    Punkt 5:
    Diese Meinung hat ist nicht die Meinung eines selbstherrlichen oder egoistischen Webmasters, sondern eines Programmierers im Bereich Webentwicklung. Ich „kämpfe“ täglich mit den Unzulänglichkeiten dieses Browsers und bin definitiv dafür, das dieser endlich beerdigt werden sollte.

    Und zu solchen Kandidaten wie meinem Vorredner kann ich nur eins sagen:
    Willkommen im 21. Jahrhundert, einer Zeit in der Computer nicht mehr ein Vermögen kosten.

    In diesem Sinne

  9. snottomo sagt:

    hallo kollege,
    was ist modernes design?
    es gehen noch sehr viele mit veralteten computern ins netz, die dann oft nicht die moeglichkeit haben webseiten mit „modernen “ webdesign zu besuchen. alleine in meinem handelsportal nutzen noch weit ueber 10% den browseoldi ie6, zur info, das sind auf nur 1ooo besucher ueber 1oo. und es ist nun mal eine tatsache, das vor allem werbekunden gerne moderne moeglichkeiten nutzen, um besser an daten potenzieller kunden herran zu kommen. waeren das alles nur schwarze schafe, waere die fasst herde schwarz. schaltet man die werbung ab, oeffnen sich vor allen in „modernen“ portalen die informativen seiten viel schneller. das preisleistungsverhaeltnis moderner computer zu den quasi unverwuestlichen oldis, ist katastrophal. sehr anfaellig, schlechter service, geringe lebenszeit. vollgepackt mit „hilfen und extras“ die oft nicht notwendig sind und unnoetig vermehrte fehlerquellen darstellen. es ist ja nicht so, dass ich keine erfahrung mit modernen computern haette. klar, google stellt teilweise zusaetzliche seviceangebote fuer ie6 ein. hat ja allen grund dazu. will seine eigenen neuen browser vermarkten.
    und noch eines muss man bedenken. die alten browser, einschliesslich ff2 sind noch auf die aelteren robusten computergenerationen instalierbar, von denen weltvveit noch milionen in betrieb sind. die „modernen“ browser jedoch lassen sich auf diese computeroldis gar nicht mehr instalieren. was heisst, all diese leute, schulen und betriebe sollen zum kauf neuer minderwertiger, von spionen und schlaefern verseuchten technik veranlasst werden. und das in immer kuerzeren abstaenden. denkt doch mal 2o jahre weiter. ich moechte ganz bewusst nicht diese nutzerfeindliche entwicklung unterstuetzen.

    ist aber alles nicht so wild. wer ie6 nutzer ausschliesst hinterlaesst loecher (marktluecken) und bietet damit altwebmastern eine willkommene moeglichkeit, diese zu schliessen. modernes denken hat nichts mit mit dem staendigen hinterher jagen nach neuesten moden zu tun. wer bewusst modern denkt, vergleicht alt mit neu und entwickelt aus deren vorteile ein universelles projekt. hierbei bin ich nicht der einzigste, der diese entwicklung erkannt hat. mich stetig steigernder besucherzahlen meines handelsportales erfreuend, arbeite ich daran, diese schon jetzt durch „moderne ie6nutzer ausschliessende“ webmaster entstandenen luecken zu nutzen ;-).

  10. LOL !
    Sorry Kai, aber der musste jetzt einfach mal raus.

    Und mich würde brennend dieses Handelsportal interessieren, von dem hier die Rede ist.

    In diesem Sinne …..

  11. Jemand sagt:

    Nun, der Beitrag ist zwar alt, aber dennoch: Unterstütze ich den IE6 noch? Ja, und zwar genau dann, wenn der Kunde es wünscht. Wünscht er es sich nicht, sorge ich zumindest dafür, dass die Seite im IE6 brauchbar dargestellt wird.

    Natürlich beginnt niemand einfach so mit der Seitengestaltung. In den Vorgesprächen kann man sehr gut herausfinden, ob der Kunde IE6-Unterstützung benötigt, oder ob das nur optional ist. Entsprechend muss ich den Kunden beraten und es ins Pflichtenheft schreiben.

    Ansonsten gibt es mit Dean Edwards CSS-Hack und mit der iepngfix.htc von TwinHelix sehr einfache Möglichkeiten, Probleme des IE6 weitestgehend aus dem Weg zu räumen.

    Es geht hier nicht um „IE6“ oder „nicht IE6“. Es geht um die Bedürfnisse des Kunden.

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